11 min Lesezeit

Shopify und Google Analytics 2022: Der komplette Guide (inkl. Dashboard-Vorlage)

Inhaltsverzeichnis
Autor
Christoph Böcker
Christoph Böcker

Gründer von growganic

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Im digitalen Marketing und vor allem im Bereich von Web-Analyse ist Google Analytics bereits seit vielen Jahren eine etablierte Größe. Durch das zunehmende Wachstum von Shopify in der Vergangenheit erfreuen sich folglich auch viele Shopify Kunden an dem Funktionsumfang von Google Analytics.

In dem folgenden Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du Google Analytics in Shopify einrichtest und was deine Vorteile dabei sind – ganz unkompliziert und schmerzfrei.

Was ist Google Analytics?

Google Analytics (oftmals als GA abgekürzt) ist ein Trackingdienst von Google. Durch die Integration eines Tracking Codes kannst du die Performance deiner Seite im Blick behalten. Das bedeutet, dass du statistische Daten über das Verhalten deiner Webseitenbesucher in deinem Online Shop einsehen kannst. Auch aggregierte Daten über persönlichere Daten (Alter, Geschlecht, …) deiner Nutzer sind mit Google Analytics ermittelbar.

Durch das Tracking mit Google Analytics kannst du, ähnlich wie in (d)einem physischen Ladengeschäft, deinen Besucher beobachten und Erkenntnisse darüber gewinnen, wie deine Webseite (äquivalent zum Laden) genutzt wird. Was schaut sich der Großteil der Kunden vor einem Kauf genauer an?

Ganz konkret kannst du mit Google Analytics in Shopify Antworten auf die folgenden Fragen (und noch viele weitere) erhalten:

  • Über welche Kanäle kommen die meisten Besucher zu mir?
  • Wie lange halten sich Besucher auf meiner Seite auf?
  • Welche Menüpunkte werden häufig angeklickt?
  • Auf welchen Seiten verliere ich meine Besucher?
  • Wieviele Besucher legen Produkte in den Warenkorb?
  • Welcher Kanal sorgt für die meisten Verkäufe auf meiner Seite?
  • Benutzen die Besucher überhaupt das super-mega-coole Feature XYZ, wofür ich jeden Monat 29,99 € ausgebe?

Selbst in der kostenfreien Version von Google Analytics – und mit ein bisschen Feintuning und der Anreicherung der Daten – erhält man auf all diese Fragen sehr zuverlässige Antworten.

Ein Web-Analytics-Dienst ist unabdingbar um mehr über deine Zielgruppe und die Benutzung deines Online Shops zu lernen. Da Google Analytics aber sehr etabliert und mit nativen Schnittstellen zu anderen Google Diensten wie Google Ads, dem Google Tag Manager oder Google Data Studio glänzen kann, würde ich im ersten Schritt immer zu einer Verwendung von Google Analytics raten.

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Der Aufbau von Google Analytics

Im Grunde genommen gleicht der Aufbau von Google Analytics dem bekannten Aufbau von Google Optimize oder des Google Tag Managers. Anders als bei Google Optimize oder dem Google Tag Manager gibt es bei Google Analytics allerdings 3 Verwaltungsebenen:

  • Konto
  • Property
  • Datenansicht

Das Konto kann bis zu 25 Properties umfassen und in jeder Property können 25 Datenansichten enthalten sein. Jede Datenansicht kann dabei bis zu 20 Vorhabenziele haben.

google analytics konto aufbau

Das Konto ist die höchste aller Verwaltungsebenen. Eine Property ist dagegen wie eine Tür oder ein Schaufenster zum Laden. Mit einer Property könnt ihr eine Webseite verbinden, denn jede Property erhält eine einzigartige Tracking ID. Unter der Property könnt ihr dann noch mehrere Datenansichten erstellen. Der etablierteste Aufbau besteht dabei in 3 Datenansichten:

  • Raw View
  • Testing View
  • Master View

In der Raw Datenansicht laufen alle Google Analytics Daten ein, ohne dass diese durch Filter oder ähnliches noch manipuliert oder bereinigt werden.

In der Datenansicht Testing lassen sich dann Filter anwenden, Bots ausschließen, Klein-/Großschreibungen von Quelle/Medium o.ä. anpassen. Damit werden die Daten quasi „glatt gebügelt“ und du kannst in der Datenansicht direkt sehen, ob deine Einstellungen die richtigen Änderungen bewirken – ohne deine Daten aus versehen zu versemmeln.

Ist das Setup in der Testing Datenansicht erfolgreich gewesen, lassen sich die Änderungen auf die Master View übertragen. Diese Datenansicht sollte auch die „Quelle der Wahrheit“ sein mit der ihr eure Reports durchführt. Denn dort sind dann wirklich nur noch bereinigte und brauchbare aggregierte Daten vorhanden.

Ein Google Analytics Konto erstellen

Die Voraussetzung für die Nutzung jedes Google Produktes liegt natürlich in der Existenz eines Google Accounts. Sofern du einen hast, kannst du direkt dem Link hier folgen.

Solltest du noch kein Google Konto haben, musst du dir zunächst eins erstellen.

Über den Button Kostenlos erstellen geht es dann auch direkt weiter.

Im nächsten Schritt wirst du nach einem Kontonamen gefragt. Solltest du das Bedürfnis haben, mehrere Shops oder verschiedene Webseiten in einem Konto zu administrieren, wähle am besten einen guten Überbegriff für das Konto (bspw. falls du eine GmbH oder UG hast, unter der mehrere Marken laufen).

shopify google analyitcs konto erstellen

Die Datenfreigabeeinstellungen für Konto sind lediglich optional, entscheide einfach für dich, welche Kategorien du entsprechend freigeben möchtest.

Jetzt erstellen wir die Property.

Trage dafür am besten deine Webseiten-URL als Propertynamen ein, wähle das richtige Land, die richtige Zeitzone und die richtige Währung aus.

Achtung! Seitdem Google die neue Google Analytics 4 Property released hat, ist das die Standardeinstellung für neu erstellte Properties!

Um eine reguläre Universal Analytics Property zu erstellen, musst du unten auf Erweiterte Optionen einblenden klicken und mit dem Toggle eine UA Property erstellen. Dir steht es dann frei, ob du zusätzlich eine neue Google Analytics 4 Property erstellen möchtest oder nicht. Für Shopify ist das in der Form noch nicht notwendig und wird mit der Standardimplementierung von Shopify hinsichtlich E-Commerce-Tracking auch noch nicht unterstützt.

shopify google analytics property erstellen

Im letzten Schritt musst du nur noch ein paar Informationen zu dem Unternehmen angeben, dann ist das Konto schon erstellt.

Google Analytics Tracking ID für Shopify

Nachdem du das Konto erstellt hast, landest du auf der folgenden Seite in der du auch deinen Tracking Code siehst:

tracking code google analytics shopify

Für die Standardimplementierung von Google Analytics in Shopify brauchst du allerdings nur die sogenannte Universal Analytics Property ID.

Das ist die Zahl die ganz oben unter Tracking-ID steht und immer im folgenden Format ist: UA-XXXXXXXXX-X

Tracking IDs der neuen Google Analytics 4 Property haben ab jetzt das folgende Format: G-XXXXXXXXXX.
Daran siehst du direkt, ob die Erstellung einer Universal Analytics ID erfolgreich war.

Schreib dir deine Tracking-ID auf, die brauchen wir gleich zum Zufügen von Google Analytics zu Shopify.

Wichtige Einstellungen in Google Analytics für Shopify

Wenn du unten Links auf das Zahnrad klickst, kommst du in die Verwaltung von Google Analytics, die wie folgt aussieht:

google analytics verwaltungsuebersicht

Für die ersten wichtigen Einstellungen sind die folgenden Menüpunkte innerhalb der Datenansicht (ganz rechts) wichtig:

  • Einstellung der Datenansicht
  • E-Commerce-Einstellungen

In den Einstellungen der Datenansicht kannst du noch einmal überprüfen, ob bei der Erstellung der Property alles richtig gegangen ist.

  • Stimmt die Währung?
  • Stimmt das Land und die Zeitzone?
  • Sind alle Treffer von bekannten Bots und Spidern ausgeschlossen (Checkbox)?

In dem Menüpunkt E-Commerce-Einstellung musst du jetzt noch E-Commerce aktivieren und Erweiterte E-Commerce-Berichte aktivieren – dann ist die Datenansicht bereit für die Integration in Shopify.

Man kann in den Einstellungen einer Datenansicht noch deutlich mehr Einstellungen vornehmen (bspw. Filter setzen, Channelgruppierungen vornehmen, …) – falls das interessant ist, gehe ich gerne in einem anderen Artikel darauf ein.

Du kannst jetzt natürlich auch noch weitere Datenansichten anlegen (beispielsweise nach dem oben beschrieben Prinzip RawTestingMaster) und dort ebenfalls diese Einstellungen vornehmen.

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Google Analytics in Shopify einrichten

Hast du eine Datenansicht erstellt, die du einbauen möchtest? Super! Dann machen wir direkt weiter und integrieren dein Google Analytics über die von Shopify vorgeschlagene Art der Integration.

Zufügen der Google Analytics ID in Shopify

Nachdem du dich in Shopify eingeloggt hast, musst du links im Menü unter Online-Shop zu den Konfigurationen wechseln.

shopify backend onlineshop konfigurationen

Als nächstes findest du auf der rechten Seite das folgende Feld, dort trägst du einfach die soeben aufgeschriebene/kopierte Tracking-ID ein und speicherst die Änderungen in Shopify.

google analytics tracking zu shopify zufuegen

Enhanced Ecommerce in Shopify

Natürlich willst du, dass deine E-Commerce Einkäufe von Shopify an Google Analytics übergeben werden. Auf der Seite von Google Analytics haben wir in den Einstellungen der Datenansicht ja bereits das E-Commerce-Tracking und Erweiterte E-Commerce-Tracking aktiviert. Bei Shopify machen wir jetzt dasselbe und haken dafür einfach die Checkbox Erweiterten E-Commerce verwenden unter der eingegebenen Tracking-ID an.

shopify enhanced ecommerce google analytics

Das war’s in der Tat schon!

Shopify übernimmt dankenswerter die Übermittlung aller transaktionsrelevanten Daten, darunter

  • Produktname
  • Produktkategorie
  • Produktmarke
  • Preis
  • SKU
  • uvm.

Theoretisch lassen sich, mit einem eigenen dataLayer und etwas Umbauarbeit, um weitere Informationen anreichern. Gerade für Shopify Shops, die noch etwas mehr am Anfang sind, ist das allerdings nicht direkt notwendig.

Shopify und anonymizeIP

Mit Shopify fiel deine Wahl auf ein kanadischen Dienstleister, der natürlich nicht alle rechtlichen Voraussetzungen der jeweiligen Länder erfüllen kann, in denen er verfügbar ist.

Die deutschen Datenschutzbehörden haben Google bereits vor mehreren Jahren in die Pflicht genommen und auf eine bessere Einhaltung datenschutzrechtlicher Grundlagen gepocht. Eine von diesen Vorgaben, die Google erfüllen musste, war die Anonymisierung von IP-Adressen der Besucher.

Prinzipiell bedeutet das, aus technischer Sicht, dass Google IP-Adressen nicht in ihrem gesamten Umfang speichern darf und diese entsprechend, vor der Speicherung, anonymisieren muss.

In der Praxis sieht das dann so aus:

Angenommen meine IP-Adresse ist: 131.123.187.190
Die IP-Adresse, die Google dann durch den anonymizeIP-Befehl übermittelt, sieht dann aber wie folgt aus: 131.123.187.0

Damit dieser Prozess auch in Shopify funktioniert und Google Analytics nur anonymisierte IP-Adressen erhält, müssen wir nicht viel machen. Dafür gehst du wieder zu Onlineshop > Konfiguration und klickst auf Benutzerdefiniertes JavaScript hinzufügen unterhalb deiner eingegebenen Tracking-ID.

Dort fügst du nun folgendes ein:

ga('set', 'anonymizeIp', true);

Durch diesen Befehl wird Universal Analytics mitgeteilt, dass die IP-Adressen vor der Übermittlung bitte anonymisiert werden sollen.

Shopify und Google Analytics: Wichtige Begriffe und Metriken

Nachdem die Integration von Google Analytics in Shopify geglückt ist, sollten wir noch mal über wichtige Begriffe und Metriken sprechen. Oft gibt es Unklarheiten bei manchen Begriffen, Nutzer und Sessions werden eventuell durcheinander gebracht und viel zu oft hat mir schon jemand von der Sitzungsdauer als relevante Metrik erzählt.

Also, auf geht’s!

giphy

Nutzer

Nutzer (User) sind Besucher deiner Webseite.

Nehmen wir einmal an, jemand kommt mit seinem Smartphone über eine Facebook Anzeige zum ersten Mal überhaupt auf deinen Shop. Damit ist er ein neuer Nutzer. Technisch gesehen ist das für Google ein Endgerät, welches noch keinen Google Analytics Cookie deiner Webseite hat.

Kommt derselbe Nutzer dann abends auf der Couch mit demselben Smartphone wieder auf deinen Onlineshop, ist er kein neuer Nutzer mehr,s sondern ein wiederkehrender Nutzer.

Wechselt er allerdings auf der Couch auf das Tablet – anstelle des Smartphones vom vorherigen Besuch – ist das für Google erneut ein Gerät welches noch keinen Cookie deiner Webseite hatte und folglich, für Google, wieder ein neuer Nutzer.

Natürlich sollen Nutzer am Ende Menschen darstellen, bedenke aber: Technisch gesehen kann Google keine Menschen zählen, sonder nur Geräte.

Sitzungen

Eine Sitzung (Session) entsteht immer genau dann, wenn ein Nutzer auf deine Seite kommt. Dabei ist es irrelevant, ob der Nutzer bereits auf deinem Onlineshop war oder nicht. Jeder Nutzer löst eine Sitzung aus.

Diese gehen Standardmäßig 30 Minuten und werden beendet, wenn es innerhalb von 30 Minuten keine weitere Interaktion (Seitenwechsel, andere Datenübermittlungen an Google) gibt. Mit jeder Interaktion die an Google Analytics gesendet wird, startet auch der Sitzungstimer erneut.

Durchschnittliche Sitzungsdauer

Jetzt kommen wir auch zu dem trügerischen Problem mit der durchschnittlichen Sitzungsdauer.

Google bemisst Sitzungen auf Basis von Datenpunkten, die von deiner Webseite an Google geschickt wurden.

Nehmen wir einmal zwei Nutzer als Beispiel:

  • Nutzer 1 kommt auf deine Seite. Eine Sitzung beginnt und ein Zeitstempel wird an Google Analytics geschickt (bspw. 10.10.2020; 15:30:00 Uhr).
  • Nutzer 1 schaut sich 5 Minuten um und geht dann auf die Seite deines Topsellers Nach dem Seitenwechsel wird ein Seitenaufruf an Google Analytics geschickt (10.10.2020; 15:35:00 Uhr).
  • Er schaut sich das Produkt ganz genau an, findet aber nicht so richtig die Informationen dazu die er sucht. Er hört also nach 20 Minuten ohne Erfolg auf.
  • Google berechnet jetzt als Sitzungsdauer: 15:35 Uhr – 15:00 Uhr = 5 Minuten.

Aber der Nutzer war doch eigentlich länger auf der Seite?!

Richtig, aber es fehlte eine letzter Messpunkt, an welchem Google das bspw. Schließen der Seite festmachen konnte. Somit ist der letzte Zeiteintrag für Google Analytics der um 15:35:00 Uhr.

giphy

Conversion Rate

Für viele Shopbetreiber ist die Conversion Rate eine wichtige Metrik – und das sehe ich stellenweise ähnlich. In einem Artikel über Conversion Optimierung habe ich die Conversion Rate bereits sehr ausführlich beschrieben.

Die Conversion Rate in Google Analytics wird wie folgt berechnet:

Anzahl an Transaktionen / Anzahl an Sitzungen * 100

Das ist aber in manchen (oder vielen?) Fällen nicht die beste Art der Berechnung, denn wie gerade ja schon geschrieben, kann ein Nutzer mehrere Sitzungen auslösen und in unterschiedlichen Sitzungen Transaktionen auslösen. Aber sollte dann nicht nur der eine Nutzer in die Berechnung der Conversion Rate mit einspielen?

Hier gilt eine Standardantwort: Kommt drauf an.

Am Ende des Tages solltest du dich aber dennoch mit der Optimierung deiner Conversion Rate beschäftigen – denn egal ob du sie auf Basis von Sitzungen oder Nutzern berechnest, eine höhere Conversion Rate im Bezug auf deine Transaktionen ist immer nice to have 🙂 Hier sind übrigens 7 Maßnahmen, mit denen du deine Conversion Rate verbessern kannst.

Tracking-Abweichungen zwischen Shopify und Google Analytics

In der Vergangenheit ist bereits immer wieder aufgefallen, dass es Unterschiede in den Zahlen von Shopify und Google Analytics gibt. Dabei gibt Shopify in der Regel immer mehr Zahlen zurück als Google Analytics für denselben Zeitraum.

Erstaunlicherweise sind die Abweichungen nicht für alle Metriken gleich.

Das bedeutet, wenn dein Google Analytics dir 5% weniger Sitzungen anzeigt als Shopify kann es durchaus sein, dass die Umsätze in beiden Dashboards fast gleich sind und nicht auch um 5% voneinander abweichen.

Grundsätzlich musst du dich von dem Gedanken trennen, dass verschiedene Systeme synchron miteinander sind und die exakt gleichen Zahlen angeben.

Die Erklärung dafür kann einfach, aber auch komplex sein. Wie immer: Kommt drauf an. 🙂

Aber es gibt viele Nutzer, die beispielsweise Browser-Extensions verwenden, die das Tracking von bspw. Google Analytics unterdrücken. Je nachdem wie diese Extensions konfiguriert oder entwickelt sind, werden die Tracking-Mechanismen von Shopify aber nicht mit unterdrückt.

So wird ein Nutzer von Shopify erfasst – von Google Analytics aber nicht. Und schon kommt es zu einer Abweichung. Ein weiterer Grund könnte ein Opt-Out des Nutzers in einem von beiden System sein.

Am Ende zählt meiner Meinung nach aber nicht, dass die Systeme synchron sind.

Denn wenn ein Nutzer bei Google Analytics nicht erfasst wird, werden auch seine anderen Handlungen nicht als Metriken mit an Google Analytics geschickt. Damit hast du zwar eine geringere Datenbasis, aber nicht zwangsweise verfälscht.

Ebenfalls dazu zählen mögliche Konfigurationen der Cookies und ab welchem Status der „Consent“ erfolgt und Google Analytics auch wirklich Daten erfasst.

Es gibt zwar Anbieter die von sich behaupten, dass sie nicht consent-pflichtig wären – aber die Rechtssprechung ist hier nach wie vor schwammig und hängt am Ende auch immer von unternehmerischen Entscheidungen und einer Risikoabwägung ab.

Gratis Report Vorlage für Google Analytics und Shopify! 🧑‍🔬

Jetzt habe ich noch etwas interessantes für dich – immerhin bist du bis fast zum Ende der Seite gekommen.

Ich habe einen benutzerdefinierten Google Analytics Bericht erstellt, der dir direkt auf einem Dashboard eine Übersicht über wichtige Metriken gibt.

So musst du dich nicht immer durch verschiedene Analytics Berichte klicken, sondern erhältst einen „High-Level-Überblick“ über die aktuelle Performance und wichtige Kennzahlen.

google analytics dashboard fuer shopify

In dem Dashboard wird angezeigt:

  • Nutzer (Neue und Wiederkehrende)
  • Sitzungen
  • Sitzungen aus verschiedenen Traffic-Kanälen mit ihrem zugewiesenen Umsatz
  • Umsätze
  • Transaktionen
  • Produktleistungen (Topseller)
  • Conversion Rate (Absolut und im Verlauf)

Um das Dashboard mit einem Klick in dein eigenes Google Analytics Konto übertragen zu können. Trage deine E-Mail Adresse einfach hier ein und ich schicke dir gerne einen Link zum Dashboard zu.

Dashboard Vorlage anfordern 📈
Hiermit willige ich in die Erhebung und Verarbeitung der vorstehenden Daten für das Empfangen des Newsletters per E-Mail ein. Von der Datenschutzerklärung habe ich Kenntnis genommen und bestätige dies mit Absendung des Formulars.

Wenn du auf den Link klickst, kannst du das vordefinierte Dashboard direkt in dein Konto übernehmen. Viel Spaß damit!

FAQ – Häufige Fragen

Brauche ich Google Analytics für Shopify?

Shopify bietet in seinem Backend ein eigene Analytics Dashboard für deinen Online Shop. Allerdings bringt dir Google Analytics in Shopify einige Vorteile. Die Auswertungsmöglichkeiten in Google Analytics sind Umfangreicher als bei Shopify, du kannst ganz individuelle Segmente erstellen (beispielsweise einkommender Facebook Traffic von mobilen Endgeräten), was mit dem Shopify Analytics Dashboard nicht so einfach möglich ist.

Ist Google Analytics kostenlos?

Google bietet seine Marketing Tools in der Regel immer in zwei Versionen an. Zum einen eine kostenfreie Version sowie eine 360 Variante. Die Version 360 ist jedoch nur für große Unternehmen mit viel Traffic und vielen einzelnen, an Google Analytics gesendeten „Hits“. Die kostenlose Version von Google Analytics reicht in jedem Fall für deine Bedürfnisse aus.

Ist Google Analytics DSGVO konform?

Bei der aktuellen Rechtslage scheiden sich die Geister, was eine konkrete Antwort auf diese Frage angeht. Da ich hier keine Rechtsberatung anbieten kann und darf, müsstest du die Frage sowie die Art der Implementierung im Idealfall mit einem Rechtsanwalt besprechen.

Kann ich mit Google Analytics E-Commerce Tracking nutzen?

Ja. Durch die von Shopify empfohlene Art der Einbindung von Google Analytics kannst du (erweiterten) Enhanced Ecommerce nutzen. Wie du das aktivierst, wird dir hier erklärt.

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8 Antworten

  1. Hi Chris,

    vielen Dank für deinen Artikel – erklärt die verschiedenen Steps sehr gut und gibt für den Anfang einen guten Überblick.

    Oben in deinem Artikel schreibst du, dass Shopify grds. mehr Daten als GA zurückgibt, was in meinen Augen auch Sinn macht. Nun habe ich in der Praxis teilweise gesehen, dass GA mehr Daten (z.B. Nutzer & Sessions) zurückgibt als Shopify. Hast du dafür eine Erklärung bzw. Ansatzpunkte wodran dies liegen könnte?

    Viele Grüße,
    René

    1. Hallo René!

      Danke vielmals für deinen Kommentar.

      Damit war eher gemeint, dass Shopify bereits „out of the box“ relevante Ereignisse aus dem Bereich Enhanced Ecommerce an Google Analytics sendet, damit das erweiterte E-Commerce-Tracking in Google Analytics überhaupt funktioniert. Im Normalfall muss man, wenn man einen komplett selbst gebauten Onlineshop hätte, alle Einzelteile und Ereignisse selber erstellen und an Google Analytics schicken müssen.

      Vielleicht meinst du aber auch, dass es Unterschiede zwischen den Daten gibt: Beispielsweise mehr Sitzungen in Shopify als in Google Analytics. Das kann mehrere Ursachen haben – unter anderem an einem nicht ganz korrekt konfigurierten Cookie-Banner oder einer falschen/doppelten Integration von Google Analytics (dann hätte man mehr Daten in GA als in Shopify).

      Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte!

      Viele Grüße
      Chris

  2. Sobald ich Erweitertes E-Commerce Tracking aktiviere, kommen keine Daten mehr in Google Analytics an. Habt ihr ne Idee, woran das liegen könnte?

    1. Hi Stefan,

      das lässt sich mit so wenigen Informationen leider nicht richtig beantworten. Entweder es liegt an der Google Analytics Property oder den Einstellungen bei Shopify. Oft gibt es Probleme mit den Customer Privacy Einstellungen unter Online Store > Preferences in Shopify. Hast du diese testweise mal deaktiviert?

      Viele Grüße
      Chris

        1. Es gibt einige Apps, die sich das Thema auf die Fahne schreiben wie GDPR Legal Cookie.
          Ob das deinen Anforderungen genügt, weil dort all deine Services abgedeckt werden, kann ich von außen leider nicht beurteilen 🙂

          Die Alternative ist ein größerer Umbau auf dataLayer, Google Tag Manager und Consent Management Plattform.
          Das ist nicht ganz einfach, dafür hast du die volle Kontrolle über die Daten und welche Third-Party-Dienste du wie füttern möchtest.

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